Warum wir heutzutage alle so “gestresst” sind und mentale Gesundheit so wichtig im Leben ist

Warum wir heutzutage alle so “gestresst” sind und mentale Gesundheit so wichtig im Leben ist

Dein Morgen beginnt entspannt mit einer Tasse Kaffee und einer Runde Yoga. Doch die Entspannung schnell vorbei, denn aus dem Augenwinkel funkelt dich dein Terminplaner auf dem Schreibtisch böse an. Seit Tagen fühlt es sich an, als ob die To-Do-Liste nicht kürzer, sondern immer länger wird. Und da ist er wieder: der Stress. Wo ist die Zeit nur hin und wie sollst du es jemals schaffen, all die Punkte auf deiner Liste abzuhaken?

Kommt dir diese Situation bekannt vor? Keine Sorge, du bist nicht alleine! Viele von uns leiden unter Stress und haben das Gefühl die Zeit rennt uns nur so davon. Aber woran liegt das eigentlich? Haben wir heutzutage wirklich mehr zu tun oder setzen wir uns diesen Stress selbst zu?

Studien zu folge arbeiten wir weniger als vor einigen Jahren. Am Arbeitspensum kann es also nicht liegen. Es liegt viel mehr der Art und Weise zu Grunde, wie wir unsere Zeit in unserer freien Zeit nutzen und hier müssen wir uns wohl alle eingestehen: am Handy. Wir scrollen durch Instagram, Tik Tok, frischen unser Pinterest mit neuen inspirierenden Pins auf und fühlen uns als wären dabei Stunden vergangen. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass sich unsere Zeitwahrnehmung durch Nutzung von Smartphones jetzt noch schneller beschleunigt. Probanden, die eine Werbung für das neueste iPad lasen, nahmen die Zeit als schneller vergehend wahr als diejenigen, die einen Auszug aus einem nichttechnologischen Roman gelesen hatten.  Hinzu kommt das ständige Gefühl von FOMO (Fear Of Missing Out), welches uns tagtäglich dank Instagram & Co. vermittelt wird. Deine Lieblingsbloggerin sonnt sich in einem 5-Sterne Restort auf Ibiza, dein Freund trifft sich zum grillen mit seinen Kommilitonen und deine beste Freundin macht gerade ein Yoga-Retreat in den Bergen. Es scheint, als ob alle anderen ihre Zeit viel besser nutzen als wir und wir verfallen in Freizeit-Stress. Obwohl wir, wie zuvor erwähnt, weniger arbeiten und mehr Zeit zur Verfügung haben, kommt es uns nicht so vor, da wir auch einfach viel zu viele Möglichkeiten auf einmal haben unsere freie Zeit zu füllen. 

Dieser Kreislauf des Stresses scheint nie enden zu wollen, denn die junge Generation scheint Arbeit zu lieben: welcome to hustle culture! Um 5 Uhr aufstehen, das erste Work Out beenden, zum einen der vier Jobs gehen, nach der Arbeit das zweite Work Out, dann bis nachts online Kurse zum Thema „Start Up“ schauen, kurz schlafen und dann repeat. Wir haben das Gefühl immer etwas tun zu müssen, jede Sekunde effizient nutzen müssen, ansonsten sind wir faul. Laut Soziologe Max Weber hat das mit unserer Kultur zu tun: „Zeitverschwendung erscheint uns als die schlimmste aller Sünden“. 

Bei so vielen Faktoren ist es wirklich kein Wunder, dass wir uns oft gestresst fühlen und die To-Do-Liste immer länger wird. Doch nicht nur das. Stress wirkt sich auch auf unsere mentale Gesundheit aus, denn die ständige Anspannung lässt keine wirkliche Entspannung mehr zu. Das hat zur Folge, dass wir schlechter schlafen, wir gereizt und nervös sind und uns nicht wirklich anwesend fühlen. Auch das Konzentrationsvermögen wird beeinträchtigt und dadurch neigen wir eher dazu, Fehler zu machen. Das nagt wiederum an unserem Selbstbewusstsein, wir fühlen uns so, als ob gar nichts klappt und alles über uns zusammenbrechen würde. Auf Dauer können wir dadurch das sogenannte Burn-Out-Syndrom entwickeln, aber auch andere ernste psychische Störungen wie Angst- und Panikzustände oder Depressionen können eintreten.

Was können wir also dagegen tun, um weniger gestresst zu sein und gleichzeitig unsere mentale Gesundheit zu garantieren, ohne dabei alles auf einen Haufen zu werfen? Das verraten wir dir in unserem nächsten Blogartikel!

Weitere Artikel

Step up your  Wellness-Game: 6 Tipps für deinen perfekten Wohlfühl-Herbst

Step up your Wellness-Game: 6 Tipps für deinen perfekten Wohlfühl-Herbst

4 Tipps für ein verbessertes mentales Wohlbefinden

4 Tipps für ein verbessertes mentales Wohlbefinden